Lebenslauf

  • Geboren in St. Gallen am 21. Januar 1965
  • Primar- und Kantonsschule St. Gallen, Matura Typ B

Für mich war, während der wunderbaren Gymnasialzeit an der Kantonsschule, immer klar, dass ich Geschichte studieren will, mit Philosophie im Nebenfach. Allein, eine tief einwirkende Begegnung mit Professor Hermann Lübbe, der 1984 einen öffentlichen Vortrag an der HSG hielt, führte zur Korrektur dieses Studienplanes. Ich schrieb mich deshalb an der Unviersität Zürich im Hauptfach Philosophie ein; im Nebenfach wählte ich Staats-, Völker- und Europarecht und als 2. Nebenfach Geschichte der Neuzeit, was zur ebenfalls sehr bereicherenden Seminarien bei Prof. Rudolf Braun führte. Noch heute lese ich gerne Hermann Lübbe, Odo Marquard und Hermann Lübbes Beschreibung des «Philosophen als den Spezialisten fürs Allgemeine» trifft wohl auch gut auf mich zu.

Noch während meiner Studienzeit hatte ich das Glück, als Volontär des St. Galler Tagblattes das Handwerk des Tages-Journalismus zu erlenen. Dies machte mir grosse Freude, und ich profitiere noch heute von dieser Schule: denn im Tagesjournalismus lernt man einen bestimmten Sachverhalt in einem knappen Text allgemeinverständlich darzustellen, und zwar auf eine harte Deadline hin. Wie Franz Blankart einmal zu sagen pflegte: «Die Prägnanz des schriftlichen Ausdrucks ist der Schlüssel zum beruflichen Erfolg». Das gilt heute im Zeitalter von Powerpoint unverändert fort, nur mit anderen Anforderungen.....
Meine Ausbildung im Europarecht (Prof. Dietrich Schindler und Daniel Thürer) setzte mich in die Lage, das aufkeimende Thema «EG-Binnenmarkt 92» als eines meiner Kernthemen zu definieren, und einer regen Schreibtätigkeit als freier Journalist für verschiedenste Schweizer Zeitungen stand nichts mehr im Wege. Über ein intensives Mandat in der Kampagne zum EWR-Abkommen 1992 fand ich denn auch den Weg in meine erste Festanstellung.

Swissmem, Juni 1993 – Oktober 1997

Bereichsleiter Public Affairs + PR des Vereins Schweizerischer Maschinen-Industrieller (heute SWISSMEM), Mitglied der Geschäftsleitung.

Dies war eine grossartige Aufgabe mit zwei grossartigen Chefs (Thomas P. Gasser und Martin Erb), von denen ich viel lernen durfte. Aber auch von den zahlreichen Unternehmerinnen und Unternehmern, denen ich in meinen diversen Aufgaben begegnen durfte. Schon von meiner Journalistentätigkeit während des Studiums realisierte ich, dass Innovation immer von Unternehmern ausgehen und nicht von Bürokratien, und dass Unternehmer Widerstände pragmatisch angehen und überwinden, nicht nach fremder Hilfe rufen oder laut jammern. Diese Geisteshaltung hat mich immer fasziniert.
Da ich in den viereinhalb Jahren bei Swissmem die Welt der Unternehmer immer besser kennenlernte (sowie die Welt der Politk auch), war für mich klar, dass der nächste berufliche Schritt noch näher an die Unternehmenswelt herangehen sollte – und nicht nach Bern ins Bundeshaus führen sollte – obwohl auch dort interessante und ehrenvolle Angebote vorlagen.

Ernst & Young, November 1997 – Februar 2019

Im November 1997 durfte ich bei der damaligen ATAG Ernst & Young als Industrieexperte für die Maschinenindustrie einsteigen. Ich war Teil des damaligen M&A Teams in Zürich, so dass ich auch das Handwerk des M&A Business lernen durfte – on the job – quasi. Schnell merkte ich, dass mich diese Themen auch ausserordentlich faszinierten, allein, es fehlte die handwerkliche Ausbildung. Deshalb entschloss ich mich – mit grosszügiger Unterstützung meines Arbeitgebers – an der HSG den berufsbegleitenden Studiengang des Executive EMBA HSG zu absolvieren, den ich im Jahre 2000 abschloss. Es war eine tolle Zeit, mit grossartigen Lehrern und liebenswerten und interessanten Kolleginnen und Kollegen.

Nachher folgten viele spannende Aufgaben im Laufe der Jahre, es seien nur die wichtigsten hier erwähnt, und die Jahre vergingen wie im Flug:

  • Industry Leader Medical Devices Industry EMEIA, 2004 – 2014
  • Managing Partner Family Business Schweiz und Liechtenstein, 2013 - 2019
  • Regional Managing Partner Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein, 2012 - 2019
  • Programm-Partner «EY Entrepreneur of The Year» für die Schweiz und Liechtenstein seit 2000

Vor allem die Beratungstätigkeit für Familienunternhmern nahm in den letzten Jahren bei EY einen immer grösseren Stellenwert ein, zudem wuchs bei mir der Wunsch, nach so vielen Jahren in einer immer grösseren und komplexer werdenden Organisation eine selbständige Tätigkeit aufzunehmen. Als Begleiter von Unternehmerinnen und Unternehmern, sei es als Verwaltungsrat (-präsident), als Sparringpartner oder als Berater und Macher in einem bestimmten Projekt.

Diesen Traum der Selbständigkeit konnte ich im Frühjahr 2019 realisieren. Die Selbständigkeit gibt mir auch genügend Zeit und Raum, meinen hobbies – insbesondere dem Studium der Geschichte und Philosophie – sowie dem Schreiben nachzugehen. Sowie den ewigen Traum eines tieferen Golfhandicaps zu verfolgen.....schliesslich bin ich guter Musik, gutem Essen und guten Rotweinen nicht abgeneigt. Auch das gelegentliche Ausfahren von alten Autos macht mir Freude.

Seit 2008 bin ich verheiratet mit Antonella Pasqualini Christen, dipl. Arch. ETH/SIA. Zusammen sind wir Eltern unserer Tochter Hanna (geb 2008), und reisen gerne zusammen und hören gerne gute Musik.

Aktuelle berufliche Mandate:

  • Präsident des Verwaltungsrates CP Pumpen AG, Zofingen
  • Mitglied des Verwaltungsrates Immobilien Jean Willi AG, St. Gallen
  • Senior Advisor bei BLR Partners AG, Zürich
  • Senior Advisor bei Cambridge Family Enterprise Group, Boston (USA)
  • Unternehmer Sparring

Schwerpunkte der eigenen Beratungstätigkeit:

  • Familienunternehmen, Konfliktmanagement, und Nachfolgeprozesse
  • Bau einer Family und Corporate Governance
  • Strategie und Organisation
  • Eigentümerkompetenz
  • Acquisitionen und Integrationen
  • Kulturwandel
  • Unternehmer Sparring
  • Vorzugsweise tätig in mittelgrossen Industrie- oder Dienstleistungsbetrieben im DACH Raum

Aktuelle gesellschaftliche Mandate:

  • Stiftungsrat Textilmuseum St. Gallen
  • Stiftungsrat Law and Economics Foundation (HSG)
  • Vorstandsmitglied VPAG – Vereinigung Privater Aktiengesellschaften
  • Mithilfe beim Aufbau der Swiss Paragolf Association

Vor allem die Beratungstätigkeit für Familienunternehmen nahm in den letzten Jahren bei EY einen immer grösseren Stellenwert ein, zudem wuchs bei mir der Wunsch, nach so vielen Jahren in einer immer grösseren und komplexer werdenden Organisation eine selbständige Tätigkeit aufzunehmen. Als Begleiter von Unternehmerinnen und Unternehmern, sei es als Verwaltungsrat (-präsident), als Sparringpartner oder als Berater und Macher in einem bestimmten Projekt.

Diesen Traum der Selbständigkeit konnte ich 2019 realisieren. Die Selbständigkeit gibt mir auch genügend Zeit und Raum, meinen Hobbies – insbesondere dem Studium der Geschichte und Philosophie – sowie dem Schreiben nachzugehen, und den ewigen Traum eines tieferen Golfhandicaps zu verfolgen... schliesslich bin ich guter Musik, gutem Essen und guten Rotweinen nicht abgeneigt. Auch das gelegentliche Ausfahren von alten Autos macht mir Freude.

Als menschlich und intellektuell sehr bereichernd empfinde ich heute auch meine pro bono Tätigkeiten, so als Stiftungsrat für das Textilmuseum St. Gallen oder die Stiftung Law and Economics, und als Vorstandsmitglied der VPAG – Vereinigung Privater Aktiengesellschaften.

Seit 2008 bin ich verheiratet mit Antonella Pasqualini Christen, dipl. Arch. ETH/SIA. Zusammen sind wir Eltern unserer Tochter Hanna (geb 2008), und reisen gerne und hören gute Musik.